Moto X – das Google-Smartphone

Anfang August 2013 hat Google das neue „amerikanische Smartphone“ vorgestellt. Die  Übernahme von der Motorola-Mobilfunksparte vor zwei Jahren hat sich Google mehrere Milliarden Euro kostenlassen um jetzt endlich das echte Google-Handy zu produzieren.

Es soll im September zunächst nur für die Vereinigten Staaten, Kanada und den lateinamerikanischen Raum zu kaufen sein.

Hergestellt wird Moto X im neuen Motorola-Werk (ein ehemaliges Nokia-Werk) in Texas. Das erste Smartphone auf dem Weltmarkt, das in USA komplett zusammen gebaut wird. Zielgruppe für dieses grundsolide „Volks-Smartphone“ ist die amerikanische Mittelschicht.

Neu dabei ist die Baukasten-Version. Bis zu 2000 Varianten kann der Käufer selbst designen. Die Gehäuseform und die Hardware bleibt identisch. Mit unterschiedlichem Rückencover, zwei Farben für die Frontseite zur Auswahl und einer zusätzlichen Gravur gibt man sein Wunschhandy in Texas in Auftrag. Für Deutschland plant Motorola eine eigene Serie mit weniger Varianten.

Mit dem vorgestellten Moto X erreicht Google und Motorola eine neue Ära der überwachten und kontrollierten Welt. Die bereits vorhandene Überwachung bei Smartphones-Benutzern wird ausgeweitet. Dieses Produkt gilt bei Kritikern als noch vernetzter und bietet damit weitere Möglichkeiten von staatlicher und sonstiger Überwachung.

Der Sprachbefehl „Ok Google now“ aktiviert den Standby-Modus des Mikrofons. Das Smartphone enthält einen Chip, der die Spracheingabe steuert und ständig eingeschaltet ist. Mit der neuen Version des von Google entwickelten Betriebssystem Android lässt sich der Wlan-Empfang nicht mehr abschalten. Das Betriebssystem Android ist auch bei der direkten Konkurrenz  HTC one, Samsung Galaxy S4 und LK G2 eingebaut.

Ohne Einwilligung der Nutzer lassen sich an Google die Positionsdaten übermitteln. Der Unternehmenssprecher von Google bemühte sich diese Kritik abzuschwächen. Damit könne man die Nutzung von Verkehrsknotenpunkten und Einkaufswege zu Supermärkten verbessern. Dies diene dann zu Erstellung von besserem Kartenmaterial. Wer denkt da nicht in erster Linie an NSA und an weitere Geheimdienste?

Mit dem freiwilligen Blick in die Kamera eines Smartphones schaut die Kamera zurück!

Beim Samsung Galaxy 4S reagiert die Kamera auf die Bewegungen des Auges. Schaut der Handy-Nutzer beim Abspielen des Videos nicht auf sein Smartphone stoppt der Film. Kostspielige Werbeblocks müssen angeschaut werden.

Bereits jetzt besitzt ein Smartphone mehr Sensoren als eine Mittelstreckenrakete. Mit einer eingeschmuggelten App (s. Chatprogramm Whatsapp) ist jegliche Überwachung denkbar. Mittels der MAC-Adresse (Media-Access-Conrol) lässt sich zu jeder Zeit ein Mobilfunkgerät genau orten. Je mehr Wlan-Netze angewählt werden umso genauer die Positionsangabe. Die digitale Freiheit erweist sich als größter Trugschluss der Neuzeit.